Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen – ehrliche Einblicke ohne Insta-Firlefanz
- 19. Juli
- 6 Min. Lesezeit

Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen: Zwischen Business, Familie und echtem Leben
Wenn wir durch Instagram scrollen, sieht Selbstständigkeit oft nach Leichtigkeit aus: aufgeräumte Schreibtische, perfekt inszenierte Kaffees und scheinbar mühelose Erfolge. Die Realität sieht bei den meisten von uns jedoch anders aus – und ehrlich gesagt finde ich das ziemlich beruhigend.
Denn hinter jedem Online-Business stehen echte Menschen. Menschen mit vollen Kalendern, unaufgeräumten Ecken, Familienalltag, Zweifeln und ganz normalen Routinen.

Dieser Blogartikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen“ von Linda Kunze. Darin zeigen Selbstständige ihren echten Business-Alltag und heute bekommst Du einen Blick hinter meine Kulissen.
Mehr zur Blogparade findest Du hier:
Ich nehme Dich mit an meinen Arbeitsplatz, erzähle Dir von meinen kleinen Routinen und verrate, welche Tools meinen Business-Alltag wirklich einfacher machen – ganz ohne Insta-Fassade.
Vorab ein paar kleine Infos zu mir und meiner Arbeit
Ich bin Janina, CMO von Human Design Coaching, Mama, Teilzeit berufstätig und mit ganzem Herzen begeistert davon, Frauen dabei zu begleiten, wieder zu sich selbst zu finden.
Mein Human Design Typ ist Generatorin 2/4. Ich liebe es, Wissen verständlich, alltagstauglich und ohne komplizierte Fachbegriffe weiterzugeben. Denn ich bin überzeugt: Human Design bringt nur dann etwas, wenn wir es nicht nur verstehen, sondern auch wirklich leben können.
Meine Human Design Ausbildung habe ich bei Julia, der Gründerin von Human Design Coaching, absolviert. Sie hat die Plattform über vier Jahre mit viel Herzblut aufgebaut und unzähligen Menschen den Einstieg in Human Design ermöglicht.
Heute darf ich Human Design Coaching als CMO weiterführen und mit meiner eigenen Perspektive bereichern. Dabei verbinde ich das fundierte Wissen aus Julias Ausbildungen und Kursen mit meiner eigenen Art, Human Design zu vermitteln – klar, intuitiv und immer mit Blick auf den ganz normalen Alltag.
Auf Instagram nehme ich unsere Community regelmäßig mit hinter die Kulissen, teile meine Erfahrungen und zeige, wie Human Design im echten Leben funktionieren kann. Auch hier im SOULMAGAZINE findest Du viele Artikel von mir und Julia, in denen wir Human Design verständlich erklären und mit Themen wie Nervensystem, Alltag, Familie und persönlicher Entwicklung verbinden.
Doch mein Weg zu Human Design begann nicht aus reinem Interesse.
Er begann in einer Zeit, in der ich mich selbst als Frau zwischen Beruf, Familie und den Erwartungen des Alltags immer mehr verloren hatte. Ich funktionierte nur noch und hatte das Gefühl, den Kontakt zu mir selbst verloren zu haben.
Human Design hat mir geholfen, mich wieder besser zu verstehen. Ich habe gelernt, warum ich manche Dinge anders wahrnehme als andere, warum ich bestimmte Bedürfnisse habe und warum es nicht darum geht, sich ständig anzupassen, sondern den eigenen Weg zu finden.
Genau diese Erfahrung möchte ich heute an andere Frauen weitergeben.
Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, erschöpft zu sein, sich selbst aus den Augen zu verlieren und zu glauben, immer noch mehr leisten zu müssen. Gleichzeitig weiß ich aber auch, wie viel sich verändern kann, wenn man beginnt, wieder im Einklang mit der eigenen Energie zu leben.
Wenn Du also gerade am Anfang Deiner Human Design Reise stehst oder bereits tiefer eintauchen möchtest, bist Du hier genau richtig. Ich freue mich, Dich ein Stück auf Deinem Weg begleiten zu dürfen.
Jetzt aber zu Lindas Blogparade.
Wo arbeite ich am liebsten?
Ganz klar: an meinem Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer.
Dort habe ich Ruhe. Ich kann mich zurückziehen, konzentrieren und komplett in meine Arbeit eintauchen. Für mich fühlt sich dieser Raum wie eine kleine Höhle an und genau das passt tatsächlich zu meinem Human Design.
Im Human Design beschreibt das sogenannte Umfeld die Umgebung, in der wir uns am wohlsten fühlen und unser Potenzial am besten entfalten können. Mein ideales Umfeld ist die Höhle. Das bedeutet nicht, dass ich in einer dunklen Ecke sitzen möchte, sondern vielmehr, dass ich geschützte Räume liebe, in denen ich ungestört arbeiten kann.
Ich merke immer wieder, wie sehr sich meine Energie verändert, wenn ich mich zurückziehen kann. Während manche Menschen gerne mitten im Trubel arbeiten, brauche ich genau das Gegenteil.
Gerade mit Kindern ist dieser Rückzug für mich unglaublich wertvoll.
Was habe ich immer im Blick?
Direkt in meinem Blickfeld steht ein Kalender von Jörg Löhr.
Ich liebe seine motivierenden Sprüche. Manchmal reicht schon ein einziger Satz am Morgen, um mich wieder daran zu erinnern, warum ich das alles mache.
Natürlich verändert kein Kalenderspruch die Welt, aber manchmal verändert er den Blick auf den Tag. Gerade als Selbstständige gibt es Tage, an denen nicht alles nach Plan läuft. Dann hilft mir so eine kleine Erinnerung, wieder den Fokus auf das Wesentliche zu richten.

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Ordnung oder kreatives Chaos?
Ich würde sagen: Beides.
Im Business bin ich ein absoluter Strukturmensch. Ich liebe klare Abläufe, To-do-Listen, Prozesse und Ordnung. Wahrscheinlich auch deshalb macht mir das Erstellen von Kursen so viel Spaß. Ich denke gerne in Systemen und liebe es, wenn am Ende alles logisch aufgebaut ist.
Privat sieht das allerdings manchmal ganz anders aus, da kann es durchaus passieren, dass irgendwo Kleidung liegt oder sich Dinge stapeln, bis irgendwann dieser berühmte Moment kommt… "Jetzt reicht's!" Dann wird aufgeräumt und zwar gründlich.
Ich habe inzwischen akzeptiert, dass beides zu mir gehört. Ich muss nicht permanent perfekt organisiert sein. Solange meine Arbeit gut strukturiert ist, darf mein Privatleben auch mal etwas lebendiger aussehen.
Was mache ich als Erstes, wenn ich meinen Laptop öffne?
Bevor ich irgendein Programm starte oder E-Mails lese, verschaffe ich mir erst einmal einen Überblick.
Ich schaue mir meine To-do-Liste an und überlege:
Was möchte ich heute erledigen?
Welche Aufgaben bringen mein Business wirklich voran?
Was hat heute Priorität?
Früher habe ich einfach drauflos gearbeitet.
Heute weiß ich, dass Klarheit mir unglaublich viel mentale Energie spart.
Gerade als Selbstständige Mama in Teilzeit gibt es immer mehr Ideen als Zeit. Deshalb hilft mir diese kleine Routine dabei, bewusst zu entscheiden, worauf ich meinen Fokus lege.
Ohne diese Tools möchte ich nicht mehr arbeiten
Wenn ich ehrlich bin, bin ich ein riesiger Apple-Fan.
Was ich besonders liebe, ist das perfekte Zusammenspiel aller Geräte.
Egal ob MacBook, iPhone oder iPad – alles synchronisiert sich nahezu von selbst.
Ich nutze täglich:
Apple Mail
Erinnerungen
Kalender
Notizen
Damit decke ich bereits einen Großteil meiner Organisation ab und brauche erstaunlich wenige zusätzliche Apps.
Je weniger verschiedene Programme ich verwalten muss, desto entspannter arbeite ich.
Vielleicht sollte ich tatsächlich einmal einen Blogartikel oder sogar einen Kurs darüber machen, wie ich mein komplettes Business mit den Apple-Bordmitteln organisiere.
Je länger ich darüber nachdenke... eigentlich gar keine schlechte Idee. 😉
Natürlich gibt es trotzdem zwei Programme, auf die ich niemals verzichten möchte.
Canva
Canva begleitet mich fast jeden Tag.
Ob Pinterest-Grafiken, Social-Media-Beiträge, Arbeitsblätter, Präsentationen oder kleine Designs für meine Website – Canva spart mir unglaublich viel Zeit und macht kreatives Arbeiten einfach.
Ablefy
Ablefy ist die Plattform, über die meine Kurse, Produkte und digitalen Angebote laufen.
Sie gehört deshalb genauso selbstverständlich zu meinem Business-Alltag wie mein Laptop oder mein Kaffee am Morgen.
KI – mein digitaler Sparringspartner
Ein Tool, das in den letzten Monaten zu einem festen Bestandteil meines Business geworden ist, ist Künstliche Intelligenz (KI).
Und nein, sie nimmt mir nicht das Denken oder die Kreativität ab. Im Gegenteil, ich nutze KI vor allem als Sparringspartner. Sie hilft mir dabei, Ideen zu strukturieren, Gedanken zu sortieren und Routineaufgaben deutlich effizienter zu erledigen. Dinge, für die ich früher viel Zeit gebraucht habe, gehen heute oft deutlich schneller und ich habe dadurch mehr Raum für das, was mir wirklich wichtig ist: Inhalte entwickeln, Menschen begleiten und kreativ sein.
Manchmal führe ich regelrecht Gespräche mit der KI.
Wenn ich bei einem Thema feststecke oder mir die richtigen Worte fehlen, hilft sie mir dabei, neue Perspektiven zu entdecken oder meine Gedanken klarer zu formulieren. Und wenn ich unsicher bin, ob eine Idee wirklich rund ist, darf sie auch kritisch sein. Genau das schätze ich so sehr. Sie denkt mit, stellt Fragen und hilft mir dabei, meine Inhalte noch verständlicher und strukturierter zu machen.
Trotzdem stammt jede Idee, jede persönliche Erfahrung und jede Haltung in meinen Artikeln, Kursen oder auf Social Media von mir.
Für mich ist KI deshalb kein Ersatz für Kreativität oder Persönlichkeit, sondern ein intelligentes Werkzeug, das mich im Alltag unterstützt, ähnlich wie ein guter Gesprächspartner, der zuhört, Denkanstöße gibt und dabei hilft, aus vielen Gedanken einen klaren roten Faden zu entwickeln.
Was man auf Instagram meistens nicht sieht
Wenn ich ehrlich bin, besteht Selbstständigkeit nur zu einem kleinen Teil aus den Dingen, die später auf Social Media sichtbar werden.
Dazwischen liegen:
Texte schreiben
Webseiten pflegen
Newsletter erstellen
technische Probleme lösen
neue Ideen entwickeln
Kundensupport
Buchhaltung
Content planen
und manchmal einfach nur überlegen, welche Aufgabe gerade wirklich wichtig ist.
Und genau das macht Selbstständigkeit für mich auch so spannend.
Kein Tag ist wie der andere.
Mein Fazit
Ich glaube, wir brauchen viel mehr echte Einblicke und viel weniger Perfektion, denn niemand arbeitet jeden Tag in einem perfekt dekorierten Büro. Niemand ist permanent motiviert oder hat immer alles im Griff.
Und genau das ist völlig in Ordnung.
Selbstständigkeit bedeutet für mich nicht, perfekt zu sein.
Sie bedeutet, jeden Tag ein Stück weiterzugehen, dranzubleiben und ein Business aufzubauen, das zum eigenen Leben passt und nicht umgekehrt.
Deshalb hat mir die Teilnahme an der Blogparade von Linda besonders gut gefallen. Sie erinnert daran, dass hinter jedem Business ein echter Mensch steckt. Wenn Du neugierig bist, wie andere Selbstständige arbeiten, dann schau unbedingt bei ihrer Blogparade vorbei und entdecke viele weitere spannende Einblicke hinter die Kulissen.
Schaut doch gerne auch in den anderen Blogbeiträgen vorbei.
Mir hat besonders der Blog von Doro Benker gefallen. Sie ist Lerncoach und erzählt wie ihr Business-Alltag zwischen Brotdisen, Blogartikeln und Esstisch-Büro aussieht.



